Der Hindelanger Klettersteig ist nur etwas für schwindelfreie und ausdauernde Bergsteiger!
Beste Jahreszeit: Juli bis Oktober.
Allgemeines:
ACHTUNG, wer den Hindelanger Klettersteig machen will, muß Erfahrung im steilen Felsgelände und eine sehr gute Ausdauer haben. Des weiteren muß das Wetter sicher sein. Möglichst keine Kinder unter 16 Jahren mitnehmen, ihnen fehlen häufig die Kraftreserven, die man am Klettersteig mobilisieren muß. Die Tour ist wunderschön, muß aber absolut ernst genommen werden. Es empfiehlt sich ein leichtes Sicherungsseil bzw. Kletterergurt mit Selbstsicherung und einen Steinschlagheim mitzunehmen. Konzentriert gehen! Genügend Brotzeit und Getränke dabei haben!
Der Wegverlauf: Üblicherweise überwindet man die Höhenmeter bis kurz vor dem Einstieg mit Hilfe der Nebelhorn-Bahn, was man angesichts des langen Weges verstehen kann. Man sollte dann aber die allererste Bahn am Morgen nehmen. Ab der Gipfelstation wendet man sich östlich hinüber zum nahen Einstieg, der gleich mit einer Leiter beginnt. Leider trennt diese nicht alle Spreu vom Weizen, so daß manchmal oben am Grat ein paar leute stehen, die dort eigentlich nicht hingehören. Vom westlichen Wengenkopf führt der Klettersteig über den stark gegliederten Grat der Wengenköpfe in nordöstliche Richtung zum steilen östl. Wengenkopf. Dabei sind eine Reihe kleinere, aber steile Ab- und Anstiege zu machen, die teilweise mit Tritten und Seilen gesichert sind. An einer Stelle gibt es ein Felsenfenster, durch das der nördlich liegende Grünten hereinschaut. Etwa nach 2 1/2 bis 3 Std. erreicht man nach einem Steilabstieg den Weg, der durchs Koblat kommt und zum Großen Daumen führt. Entweder kehrt man jetzt um und geht zum Nebelhorn auf diesem Weg zurück, oder man steigt über den Großen Daumen nordöstlich zum Kleinen Daumen und von diesen auf seiner Nordseite steil ab zur "Schneide", einem schmalen Grat zwischen dem Retterschwanger- und dem Ostrachtal. Der nördlich liegende Gemsbollenkopf (Heubatspitze) wird überschritten, dann folgen die Hohen Gänge zum Breitenberg mit steilen Felspassagen (Leiter, Seilsicherungen). Vor dem Gipfel des Breitenbergs kann man entweder links über die Alpe Häbelesgund, oder nach rechts über die Alpe Alp zu Tal steigen. Notabstiege sind ins Koblat möglich bei der großen Leiter nach dem östlich. Wengenkopf und auf Höhe des Laufbichlsees.
Ausgangsorte: Oberstdorf, Nebelhornbahn-Gipfelstation (2224 m)
Zielorte: entweder Unterbrechung vor dem Großen Daumen und Rückkehr zum Nebelhorn oder Fortsetzung bis Hindelang-Bad Oberdorf (Ostrachbrücke) oder Bruck
Höhenunterschied: ca. 400 m bis 500 m bergauf, ca. 1300 m bergab
Zeitaufwand: vom Nebelhorn bis Breitenberg-Gipfel ca. 7 Std., weiterer Abstieg nach Bad Hindelang - Bad Oberdorf 2 Std.
Quelle : Berg- und Wandertouren im Allgäu, von Dr. Peter Nowotny
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