Historisches

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Etwa im Jahr 250 bauten die Römer im Raum Hindelang eine Versorgungsstraße nach Bregenz.
Hindelang selbst wurde von den Alemannen erbaut. Die Lage am sonnigen Südhang des Hirschberges war wohl ausschlaggebend. Seit 1540 wurde von Tirol aus über die Jochstraße bis zum Rhein Salz transportiert. Für die Hindelanger Fuhrleute war das sehr vorteilhaft. Mit rund 300 Pferden gingen sie täglich auf der Strecke Nesselwängle / Sonthofen ihrem Broterwerb nach. Als 1823 die Salztransporte eingestellt wurden, verlor die Straße an Bedeutung.
Ende des 19. Jh. wurde die neue Jochstraße mit 105 Kurven gebaut. Sie ist die höchstgelegendste Bundesstraße Deutschlands.
In einer Urkunde aus dem 13. Jh. Wurden die Ritter von Hindinlang und ihre Burg bereits erwähnt. Hindelang selbst wurde 1481 Pfarrei. Die Bildhauer Franz und Konrad Eberhard wurden hier geboren. Die Fugger aus Augsburg hatten von 1575 bis 1646 das Mitterhaus im Retterschwanger Tal als Stutenhof.
Prinz Luitpold kam regelmäßig in sein Jagdhaus nach Hinterstein, was sich günstig auf das Post- und Bahnwesen in diesem Gebiet östlich der Iller auswirkte. Die höchstgelendste Schwefelquelle Deutschlands befindet sich im benachbarten Kurhotel Prinz-Luitpold-Bad, mit dem uns ein gemeinsamer Gartenweg verbindet.


Von den wilden Männle

Auf der Egg oberhalb Gailenberg bei Hindelang in der Nähe des Hirschberges hielten sich in uralten Zeiten wilde Männle auf. Sie waren gegen die Thalbewohner freundlich gesinnt und leisteten ihnen oft Dienste, ja verrichteten sogar manchmal für sie Feldarbeiten. Auch unter der Balmwand, einer überhängenden Felswand oberhalb des Bades Oberdorf, hausten ehedem „Wilde”. Wer sie nicht verfolgte, nicht über sie schimpfte, sondern ihnen wohlwollte, was sie immer gleich merkten, gegen den waren sie auch ihrerseits freundlich und wohlgesinnt und zeigten sich dann oft dienstgefällig und zuthunlich. Wer sie aber haßte oder fürchtete, dem spielten sie manchen Streich und rächten sich auf allerlei Weise. Waren da einmal im Zealgat bei Oberdorf Feldarbeiter mit „Hauen” beschäftigt. Einige davon wußten im Gespräche nicht genug über die Wilden „loszuziehen” und zu schmähen, indes die anderen sich ihrer annahmen und sie verteidigten. Als die Arbeiter nun nach dem Mittagessen wieder auf das Feld kamen, fanden die den Wilden Wohlgesinnten bei jeder „Haue” (Hacke) eine gehäufte Schüssel voll ausgezeichneter Kücheln, während die Gerätschaften der anderen auf garstige Weise besudelt worden waren. So hatten sich die Wilden gegen die Guten freundlich und dankbar gezeigt, während sie sich an den andern rächten.

Quellentext aus Encarta


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